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Frënn vum ale Stater Bus a.s.b.l.

L’association fondée par des chauffeurs de bus de Luxembourg, restaure et préserve d’anciens autobus municipaux pour les rendre roulants et les maintenir comme patrimoine historique accessible au public.

072‑2019

L’association dispose actuelle­ment de sept autobus, dont cinq sont en service et prêts pour des trajets spéciaux, tandis que les autres véhicules seront progressivement restaurés.

Einigen Busfahrern der Stadt Luxemburg, welche täglich ihren Dienst ver­richteten, fielen die seit langem abgestell­ten Autobusse auf, die auf dem Gelände des Bus­be­triebes herum­standen. Diese Fahrzeuge waren nicht verkauft worden und sollten irgendwann einmal herg­erichtet werden. Bis Anfang der 2000er Jahre arbeiteten die Werkstätten der städtischen Busbetriebe alte Tramwagen und Busse auf. Diese sind augen­blick­lich im Bus- und Straßenbahn museum der Stadt Luxemburg zu bewundern.

Ab einem gewissen Moment änderte der Busbetrieb seine Philosophie und orderte an, dass alles alte Material, was über die Jahre hinweg gesammelt wurde, verkauft werden soll. Falls sich kein Käufer finden würde, gehe es den Weg des alten Eisens. Ein erster Schritt war das Abtrans­portieren des AEC-Busses der Firma Josy Clementaus Burglinster, welcher für Ersatzteile angeschafft worden war. Das Fahrzeug hatte die Beson­der­heit, dass der Aufbau — die letzte lux­em­bur­gis­che Bus-Karosserie von 1972 — vom Unternehmen Comes aus Junglinster stammte.

Nun wurden alle hellhörig und hatten begriffen, dass es aller­höch­ste Eisenbahn war, zu retten, was noch zu retten sei. Alte Fahrzeuge von weiteren Dien­st­stellen der Stadt wurden herangeschafft und meist­bi­etend veräußert. Vor den oben­ge­nan­nten Bussen sollte nicht halt gemacht werden. Einige Mitarbeiter wurden bei Vertretern des Schöf­fen­rates vorstellig um über die Sachlage zu sprechen. Diese erkannten den Ernst der Lage und bekannten sich dazu, diese Fahrzeuge nicht veräußern zu lassen. Einige Zeit später ver­sam­melten sich die inter­essierten Busfahrer und gründeten so Anfang 2012 die Vereinigung Frënn vum ale Stater Bus asbl”. Ziel war es, den Bus Brossel mit der Betrieb­snum­mer 94 aus dem Jahre 1964 und den Mercedes-Gelenkbus 46 von 1982 wieder aufzuar­beit­en und fahrtüchtig zu machen. Sie wurden an die Vereinigung abgetreten. Diese begann mit den Vor­bere­itun­gen zur Finanzierung der Projekte. Da dies ein großer Arbeit­saufwand ist, beschloss man zuerst den Bus 94 Brossel herzuricht­en. Später soll der Gelenkbus 46 Mercedes-Benz auf gearbeitet werden. Gle­ichzeit­ig ist ein Projekt in Angriff genommen worden, welches die Aufar­beitung von Bus Brossel mit finanzieren soll. Einem bekannten lux­em­bur­gis­chen Autor wurde der Auftrag gegeben, ein Buch über die Fir­mengeschichte von Brossel zu schreiben. Hier sollten alle Fahrzeugsparten des Herstellers vorgestellt werden. Auch sollten die lux­em­bur­gis­chen Autobusse vorkommen und speziell jene der Stadt Luxemburg. Das Buch wurde 2016 in franzö­sis­ch­er Sprache mit einem kleinen deutschen Text im Anhang heraus gegeben.

Im Jahr 2013 stiess die Vereinigung Routemaster asbl” ihre beiden städtischen Busse aus organ­isatorischen Gründen ab. Es waren dies Bus 216 Deutz von 1979 und Bus 232 Mercedes-Benz aus dem Jahre 1983. Da diese sonst auch verkauft worden wären, nahmen die Frënn vum ale Stater Bus” sich dieser Wagen an und konnten somit Sonderfahrten ausführen.

Die Stadt Luxemburg gab sich vor Jahren eine neue äußere Identität mit dem Multiplicity”-Design. Dabei mussten die Busse, welche in der blau-weiß-gelb-orangen Farbgebung von 1989 fuhren, ihr äußeres Erschei­n­ungs­bild ändern. Auf Nachfrage bei der Verwaltung hin, wurde bestätigt, dass kein Fahrzeug in der alten Farbgebung erhalten werden soll. Die Frënn vum ale Stater Bus” beschlossen 2013 schließlich ein Fahrzeug dieser Generation zu erwerben, um es der Nachwelt zu erhalten. Es handelt sich dabei um Bus 167 Mercedes-Benz aus dem Jahre 1995. In einer 2014 stattge­fun­de­nen Zusam­menkun­ft zwischen dem Busdienst und der Vereinigung wurde fest­ge­hal­ten, dass auch ein Gelenkbus in dieser Farbgebung für die Frënn vum ale Stater Bus” bereitstehe. Diesmal ist es Bus 67 Mercedes-Benz von 1997. Beide Fahrzeuge konnten sofort für Son­der­fahrten zur Verfügung gestellt werden. 2015 wurde Bus 182 MAN vom Auto­bus­be­trieb vorzeitig aus dem Verkehr gezogen. 

Da die Vereinigung bereits 2014 eine Anfrage eingereicht hatte, das Fahrzeug nicht zu veräußern, konnte es in den Fahrzeugbe­stand aufgenommen werden. Es wurde im Jahre 2008 gele­gentlich der 100-Jahr-Feier der städtischen Straßenbahn veraltet” in den blau-gelben Farben herg­erichtet, ähnlich eben einer früher in der Stadt verkehrenden Tram.

Somit verfügt die Vereinigung momentan über sieben Busse, wovon fünf in Betrieb sind und für Extrafahrten bereit steht. An den restlichen Wagen werden im Laufe der Zeit die Arbeiten durchge­führt, wofür die Frënn vum ale Stater Bus asbl” sich zusammen gefunden haben.

L’agrément n° 2019/072 Frënn vum ale Stater Bus a.s.b.l. a été décerné par le comité directeur du Fonds culturel national lors de sa réunion du 23 avril 2019, renouvelé le 13 janvier 2021, le 16 décembre 2022 et le 20 novembre 2024.

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